2017 11 21 Schulmedienscout

Immer mehr Schul-Medienscouts im Landkreis
Das Gesundheitsamt im Landratsamt Weilheim-Schongau befasst sich die letzten Jahre im Bereich der Suchtprävention mit dem wichtigen Thema „Neue Medien“ und die Verbesse-rung der Medienkompetenz. Neben Schulungen für Jugendliche und Lehrkräfte weiterfüh-render Schulen im Rahmen des Schul-Medienscout-Projekt lag dieses Jahr der Fokus bei den Eltern der 4. und 5. Jahrgangsstufe.
Die in den vergangenen Jahren ausgebildeten Schul-Medienscouts bekamen eine inhaltliche Vertiefung und neue SchülerInnen und deren Betreuungslehrkräfte von weiterführenden Schulen wurden frisch ausgebildet. Das Ziel: Jugendliche beraten Jugendliche auf gleicher Augenhöhe zu aktuellen Themen aus dem Bereich „Neue Medien“. Die Themen sind vielfäl-tig: Chancen und Gefahren sozialer Netzwerke wie z.B. Whatsapp oder Snapchat, Daten-schutzeinstellungen beim Smartphone, Verletzung des Urheberrechts, Sexting oder Abzock-fallen.
„Die Schulungen der Medienscouts waren wieder ein voller Erfolg! In den Schulen ist im Be-reich Neue Medien sehr viel positives passiert.“ berichtet Christina Huber, Sozialpädagogin am Gesundheitsamt. Die Schul-Medienscouts und die Betreuungslehrkräfte sind mit großem Eifer bei der Sache und wissen, wie wichtig ihre Arbeit in der heutigen Zeit ist. Daher waren auch einige Scouts mit einem eigenen Stand auf der ORLA vertreten und haben dort erfolg-reich sich und das Projekt präsentiert. Unter den vielen Interessierten war auch Staatsminis-ter Dr. Markus Söder.
Die hohen Teilnehmerzahlen der beiden Elternabende in Weilheim und Penzberg mit insge-samt 200 Anmeldungen zeigt, wie brisant und wichtig das Thema für Eltern auch jüngerer Kinder ist. Wichtig für Eltern ist zu wissen: „Kinder und Jugendlichen wenden sich in proble-matischen Situationen meist sehr spät an ihre Eltern oder Erwachsene, da sie Angst vor Sanktionen, wie z.B. Handyverbot, haben.“ berichtet Referentin Frau Christina ter Glane, Medienpädagogin aus Oldenburg. Die Referentin weist darauf hin: „Bleiben Sie mit Ihren Kindern im Gespräch und zeigen Sie für ihr Tun im Internet Interesse.“ Da die Erwachsenen als Vorbild fungieren, ist es wichtig sich über die eigene Internet- und Smartphone Nutzung im Klaren zu sein. Die Medienpädagogin empfiehlt: „Fassen Sie sich an Ihre eigene digitale Nase und seien Sie ein gutes Vorbild.“
Für weitere Informationen steht Frau Christina Huber vom Gesundheitsamt unter Telefon 0881/681-1612 zur Verfügung.
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